Rund 5,4 Millionen Passagiere nutzten den Flughafen Madeira im Jahr 2025, so viele wie nie zuvor. Berühmt ist der Flughafen Madeira für die 2.781 Meter lange Piste, die auf 180 Betonpfeilern über eine Bucht hinausragt.
Der Flughafen Madeira (FNC) liegt bei Santa Cruz an der Ostküste der Insel, etwa 16 Straßenkilometer von Funchal entfernt, und wird von ANA Aeroportos de Portugal betrieben. Dieser unabhängige Guide bündelt Ankünfte, Abflüge, Transfer, Parken und Mietwagen.
Am 8. Juli 1964 landete die erste Lockheed Constellation der TAP mit 80 Passagieren auf dem neuen Flughafen Madeira, damals Aeroporto de Santa Catarina genannt. Die ursprüngliche Piste war nur 1.600 Meter lang und galt wegen der Berge im Norden und des Meeres im Süden von Anfang an als anspruchsvoll. Bis dahin erreichten Reisende die Insel nur per Schiff oder mit Wasserflugzeugen, die vor Funchal landeten.
Zwei schwere Unglücke im Jahr 1977, darunter der Absturz von TAP-Flug 425 mit 131 Toten, führten zu einer ersten Verlängerung der Bahn des Flughafens Madeira auf rund 1.800 Meter im Jahr 1986. Der entscheidende Umbau folgte im Jahr 2000: Für etwa 520 Millionen Euro wurde die Piste des Flughafens Madeira auf 2.781 Meter verlängert, wobei 180 Stahlbetonpfeiler mit bis zu 70 Metern Höhe eine Plattform über die Bucht tragen. Die International Association for Bridge and Structural Engineering zeichnete das Bauwerk 2004 mit dem Outstanding Structure Award aus.
Am 29. März 2017 erhielt der Flughafen Madeira den Namen des in Funchal geborenen Fußballers Cristiano Ronaldo, inklusive einer Bronzebüste in der Ankunftshalle, die 2018 durch eine neue Version ersetzt wurde. Mit 4,8 Millionen Passagieren im Jahr 2024 und rund 5,4 Millionen im Jahr 2025 erlebt der Flughafen Madeira derzeit die stärkste Wachstumsphase seiner Geschichte. Der Betreiber ANA, seit 2013 Teil des französischen Konzerns VINCI, plant eine Erweiterung des Terminals, um die Kapazitätsgrenze in den Sommermonaten zu entschärfen.

Vier Dinge erledigen Reisende am Flughafen Madeira am häufigsten: den Flugstatus prüfen, einen Mietwagen ohne Kaution buchen, ein Taxi oder einen Transfer nach Funchal reservieren und einen Parkplatz sichern. Die folgenden Bereiche führen direkt zu den jeweiligen Seiten dieses Guides. Alle Preise sind beobachtete Spannen für den Flughafen Madeira und keine offiziellen Tarife des Betreibers.
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Mehr erfahren →Etwa 100 Flugbewegungen pro Tag verzeichnet der Flughafen Madeira in der Hochsaison, im Winter sind es rund 70. Die Live-Tafeln für Ankünfte und Abflüge zeigen den aktuellen Status jedes Fluges am Flughafen Madeira, inklusive Verspätungen und Umleitungen nach Porto Santo oder Lissabon, die bei starkem Wind vorkommen. Für Abholer lohnt sich der Blick auf die Tafel mindestens eine Stunde vor der geplanten Landung.
Drei Wege führen vom Flughafen Madeira nach Funchal: der Aerobus für etwa 6,50 Euro, das Taxi für rund 30 bis 35 Euro oder der Mietwagen direkt ab Terminal. Die Fahrt über die Schnellstraße VR1 dauert mit dem Auto 20 bis 25 Minuten, der Bus benötigt wegen der Zwischenhalte 35 bis 45 Minuten. Nach 23 Uhr fährt kein Linienbus mehr ab dem Flughafen Madeira, dann bleiben Taxi oder vorab gebuchter Transfer.
| Verkehrsmittel | Ziel | Dauer | Preis | Takt |
|---|---|---|---|---|
| Aerobus (SAM) | Funchal Hotelzone & Zentrum | 35-45 Min. | ca. 6,50 € | etwa stündlich, 8-23 Uhr |
| Linienbus SAM 113 | Funchal über Caniço | 50-60 Min. | ca. 3,50 € | mehrmals täglich |
| Linienbus SAM 20/78 | Machico, Santa Cruz | 10-20 Min. | ca. 2-3 € | mehrmals täglich |
| Taxi (Taxameter) | Funchal Zentrum | 20-25 Min. | ca. 30-35 € | 24/7 am Taxistand |
| Privattransfer | Hotel auf ganz Madeira | 15-75 Min. | ab ca. 30 € | nach Flugplan |
| Mietwagen | frei wählbar | ab Terminal | ab ca. 15 €/Tag | Schalter 7-23 Uhr |
Mit eigenem Fahrzeug sind Sie unabhängig vom Fahrplan: Mietwagen am Flughafen Madeira. Für Gruppen und späte Ankünfte lohnt sich ein fester Transferpreis.

Über die Schnellstraße VR1 ist der Flughafen Madeira in 20 bis 25 Minuten von Funchal erreichbar, die Abfahrt ist als „Aeroporto“ ausgeschildert. Die VR1 ist mautfrei und verbindet den Flughafen Madeira in westlicher Richtung mit Funchal, Câmara de Lobos und Ribeira Brava, in östlicher Richtung mit Machico und Caniçal. Die Zufahrt zum Terminal verläuft über eine Rampe, die direkt vor der Abflugebene endet und als Kiss-and-Fly-Zone markiert ist.
Aus dem Norden der Insel erreichen Autofahrer den Flughafen Madeira über die VE1 von São Vicente oder Santana durch mehrere Tunnel in 45 bis 60 Minuten. Aus dem Westen von Calheta oder Porto Moniz sind es über die VR1 und VE3 rund 60 bis 80 Minuten, bei Regen und Nebel in den Höhenlagen deutlich länger. Die Rückgabe von Mietwagen erfolgt am Flughafen Madeira auf dem ausgeschilderten Parkplatz der Vermieter unmittelbar neben dem Terminal.
Adresse: Aeroporto da Madeira, 9100-105 Santa Cruz, Madeira, Portugal · Telefon: +351 291 520 700 · GPS 32.6942, -16.7781

Ein einziges Terminal mit 40 Check-in-Schaltern, 16 Gates und 7 Gepäckbändern bewältigt den gesamten Verkehr am Flughafen Madeira. Das Gebäude wurde am 6. Oktober 2002 eröffnet und ist zu großen Teilen in den Hang gebaut, weshalb sich Ankunft auf Ebene 0 und Abflug auf Ebene 1 befinden. Fluggastbrücken gibt es am Flughafen Madeira nicht, das Boarden erfolgt zu Fuß über das Vorfeld oder mit Bussen.
Die Ankunftshalle des Flughafens Madeira auf Ebene 0 versammelt alles, was Reisende direkt nach der Landung brauchen: Mietwagenschalter, Tourismusbüro, Geldautomaten, ein Café und den Ausgang zum Taxistand und zur Bushaltestelle. Die Gepäckausgabe dauert in der Hochsaison 20 bis 30 Minuten, weil mehrere Flüge aus Großbritannien und Deutschland oft innerhalb einer Stunde landen. Ein Supermarkt mit Grundversorgung liegt rund 500 Meter entfernt in Santa Cruz.
Auf der Abflugebene des Flughafens Madeira befinden sich Check-in, eine zentrale Sicherheitskontrolle und danach ein Duty-free-Bereich mit Madeirawein, Blumen und regionalen Produkten. Die Sicherheitskontrolle am Flughafen Madeira ist zwischen 6 und 9 Uhr sowie 13 und 16 Uhr am stärksten ausgelastet, ein Puffer von zwei Stunden ist in diesen Fenstern angemessen. Eine kostenpflichtige Lounge mit Vorfeldblick liegt nach der Kontrolle im oberen Bereich des Gates-Bereichs.
Kostenloses WLAN ist im gesamten Terminal des Flughafens Madeira verfügbar, Ladestationen stehen an den meisten Gates. Eine Aussichtsterrasse oberhalb der Abflughalle erlaubt den Blick auf die berühmte Landung über der Bucht von Santa Cruz, die Spotter aus ganz Europa anzieht. Bei Sturm und starkem Seitenwind werden Flüge am Flughafen Madeira regelmäßig nach Porto Santo oder Lissabon umgeleitet, die Anzeigetafeln informieren dann über Ersatztransporte.

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